FSG Ärzte NEWS

29.1.2015


Einigung mit der Stadt Wien über neue ÄrztInnen-Gehälter und Arbeitszeiten

Nach stundenlangen Verhandlungen haben sich die Sozialpartner in der Nacht von 28. auf 29. Jänner geeinigt.

„Mit diesem Verhandlungsergebnis wurden die Vorschläge der Dienstnehmervertretung überwiegend umgesetzt“, freut sich das Verhandlungsteam bestehend aus Christian Meidlinger, Vorsitzender der Gewerkschaft der Gemeindebediensteten - Kunst, Medien, Sport, freie Berufe (GdG-KMSfB), Susanne Jonak, Vorsitzender-Stellvertreterin der Hauptgruppe II und Dr. Wolfgang Weismüller für den PGA Ärztinnen und Ärzte.

So sieht das Ergebnis im Details aus:

GEHALT:
Es konnte eine durchschnittliche Gehaltssteigerung von ca. 25 Prozent ausverhandelt werden. Diese wird in 2 Tranchen ausbezahlt: ca. 70 % mit 01.07.2015, die weiteren 30% mit 01.01.2017.

TurnusärztInnen erhalten ein Gehaltsplus von etwa 24 bis 29%, FachärztInnen von etwa 19 bis 29%, wobei jüngere KollegInnen stärker profitieren. Die Bezahlung erfolgt auf Basis einer 40 Stunden-Woche, wobei jede Stunde über die Normalarbeitszeit hinaus eine Überstunde darstellt.

ARBEITSZEIT:
Jegliche Anwesenheit im Krankenhaus ist bezahlte Dienstzeit. Es gibt keine Rufbereitschaft. Für die tägliche Tagdienstzeit gelten Stundenblöcke zwischen 5 und 12,5 Stunden nach Vereinbarung auf Abteilungsebene - es gibt nur einen Dienstantritt pro Tag. Darüber hinaus besteht weiterhin die Möglichkeit zu verlängerten Diensten im Ausmaß von 25 Stunden gemäß den Rahmenbedingungen.

Für jeden geleisteten Nachtdienst oder verlängerten Dienst erhält man künftig eine Zeitgutschrift von 2 Stunden.
Die Entscheidung des Arbeitszeitmodells erfolgt auf Abteilungsebene mit der Zustimmung der örtlichen Personalvertretung. In einem Durchrechnungszeitraum von 26 Wochen ist die
Hälfte der Wochenenden dienstfrei zu halten (kein Dienstantritt am Samstag und Sonntag).

Der Dienstgeber stellt eine transparente und jederzeit für jede Ärztin und jeden Arzt zugängliche Darstellung der aktuellen Arbeitszeit zur Verfügung. Durch Strukturänderungen und Verschiebung der Tätigkeit in den Tag ist eine Reduzierung der Nachtdienste um ca. 1/3 geplant. Diese werden selbstverständlich mir den einzelnen Abteilungen und Personalvertretungen noch diskutiert.

FORTBILDUNG:
Es konnte ein Sonderurlaubskonto für ärztliche Fortbildung im Ausmaß von 6,5 Tagen pro Jahr und Ärztin bzw. Arzt erreicht werden, das individuell - analog dem Urlaubskonto - verwaltet wird. Nicht konsumierte Sonderurlaubstage können maximal zwei Jahre lang mitgenommen werden.

Für Arztprüfungen zum Allgemeinmediziner bzw. Facharzt gibt es zusätzlich fünf Sonderurlaubstage zur Vorbereitung.

NEBENBESCHÄFTIGUNG:
Die derzeit gültigen Regelungen bleiben aufrecht. Es gibt keine zusätzlichen Einschränkungen bzgl. Nebenbeschäftigung und Konkurrenzverbot.

SONDERKLASSE:
Auch hier bleibt alles unverändert.

Dieses Verhandlungsergebnis gilt vorbehaltlich der Zustimmung der zuständigen Gremien. Über weitere Details werden wir im Rahmen von Informationsveranstaltungen in den Krankenanstalten bzw. schriftlich auf unserer Homepage informieren.

16.1.2015

14.1.15

GdG-KMSfB: 1. Verhandlungsrunde zu Ärzte-Gehältern hat heute stattgefunden

Forderungen wurden überreicht

Im Zuge der Ärzte-Gehaltsverhandlungen fand heute, Mittwoch, das erste Treffen zwischen der Dienstgeberin und der Arbeitnehmervertretung statt. Erste Vorstellungen und Inhalte wurden ausgetauscht sowie Forderungen übergeben. Die erste Verhandlungsrunde ergab erwartungsgemäß große Differenzen in punkto Entlohnung. Jetzt gilt es das jeweils andere Angebot zu bewerten. Morgen Nachmittag wird weiter verhandelt, teilt die Gewerkschaft der Gemeindebediensteten – Kunst, Medien, Sport, freie Berufe (GdG-KMSfB) mit.

 

Seitens der Arbeitnehmervertretung haben Christian Meidlinger, Vorsitzender GdG-KMSfB, Richard Suchl, Referent für Kollektivverträge in der GdG-KMSfB, OA Dr. Gerold Oberhauser, OA Dr. Stefan Pöchacker, OA Dr. Franz Windisch, Dr. Thomas Szekeres und Dr. Thomas Holzgruber von der Ärztekammer sowie Dr. Wolfgang Weismüller teil.

Positionspapier_FSG_Ãrzte.pdf
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